

Künstliche Intelligenz kann Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, komplexe klinische Entscheidungen effizienter und fundierter zu treffen – insbesondere bei chronischen Augenerkrankungen wie der diabetischen Retinopathie und der altersbedingten Makuladegeneration. Eine KI-gestützte Entscheidungshilfe bietet hierfür gezielte, praxisnahe Unterstützung im ophthalmologischen Alltag.
Durch die KI-basierte Analyse von OCT-Bilddaten werden relevante Strukturen automatisch segmentiert und klinisch bedeutsame Merkmale, wie etwa die Sehschärfe, vorhergesagt. Auf dieser Grundlage erhalten Ärztinnen und Ärzte nachvollziehbare, situationsabhängige Behandlungsempfehlungen, die sie bei Therapieentscheidungen gezielt unterstützen.
Ein zentrales Merkmal der Entscheidungshilfe ist die enge Verzahnung medizinischer Bilddaten mit Informationen aus elektronischen Patientenakten (EHR). Relevante klinische Kennzahlen werden übersichtlich visualisiert und in einem integrierten Überblick zusammengeführt, sodass alle entscheidungsrelevanten Informationen auf einen Blick verfügbar sind.
Die KI-gestützte Entscheidungshilfe wurde gemeinsam mit praktizierenden Augenärztinnen und Augenärzten entwickelt und evaluiert. Ergebnisse einer Anwenderstudie zeigen eine hohe Benutzerfreundlichkeit sowie eine wahrgenommene Steigerung der Effizienz im klinischen Arbeitsablauf. Damit entsteht eine belastbare Grundlage für die nachhaltige Integration von KI in die tägliche Versorgung in der Augenheilkunde.
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Halle 11, Stand B30 , DFKI-Stand
Robert Leist, Trung Nguyen, Tuan Tran
robert.leist@dfki.de