Als eine Reihe von neuen Ethernet-Unterprotokollen zur Behandlung von Echtzeitanforderung, ermöglicht es Time Sensitive Networking (TSN) sowohl Standard IP-basierte Datenverkehre als auch echtzeitkritische Datenverkehr auf einer gemeinsamen Infrastruktur (Ethernet) abzuwickeln. Es verschwimmt damit die vormals strikte Trennung zwischen Informationstechnologien (IT) und operativen Technologien (OT).
Um die Echtzeitanforderungen der einzelnen auf dem Netzwerk ablaufenden Datenverkehre zu gewährleisten, müssen diese vorab gesammelt, auf Konsistenz und Realisierbarkeit geprüft und in eine geeignete Konfiguration der TSN-spezifischen Parameter der verschiedenen Netzwerkkomponenten umgesetzt werden. Änderungen der Anforderungen (z.B. durch Hinzunahme eines neuen Echtzeit-kritischen Datenverkehrs) oder der verfügbaren Netzinfrastruktur (z.B. durch Cyber-Angriffe) verursachen typischerweise eine zeit- und arbeitsintensive Rekonfiguration der Netzwerkkomponenten und damit die Unterbrechung aller betroffenen Datenverkehre.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer (hardwarebasierten) Lösung für die Realisierung weitgehend autonomer, resilienter TSN-Netzwerke. Dies umfasst insbesondere eine Analysekomponente, die im Betrieb aktuelle Lastdaten der Netzkomponenten hinsichtlich einer möglichen Optimierung der Netzkonfiguration oder einer nötigen Abwehr gegen laufende Cyber-Angriffe analysiert, und eine (Re-)Konfigurationskomponente, die auf Basis geänderter Anforderungen eine möglichst minimale Änderung der Netzkonfiguration berechnet und durchführt.
Partner
- DECOIT GmbH & Co. KG
- Fraunhofer Institute for Photonic Microsystems (IPMS)
- LANTECH Informationstechnik GmbH
- Sensry GmbH (assoziiert)
- Die Dunkermotoren GmbH (assoziiert)
- Wandelbots GmbH (assoziiert)


