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Ostercamp Darmstadt 2026: Mit Nachwuchsförderung diverse Perspektiven für die Informatik schaffen

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Um schon früh das Interesse an Informatik zu wecken, veranstalteten das DFKI und der Fachbereich Informatik der TU Darmstadt ein Ostercamp für Schülerinnen der 5. und 6. Klassen. Vom 31. März bis zum 2. April konnten die Teilnehmerinnen in den Osterferien die TU Darmstadt und die Informatik in verschiedenen Workshops kennenlernen.

© Benjamin Hättasch/DFKI
Die Schülerinnen erhielten beim Ostercamp vielfältige Einblicke in aktuelle Themen der Informatik.

Der Anteil von Frauen in MINT-Bereichen entwickelt sich weiter positiv. Im Studienjahr 2024 lag der Anteil der Studienanfängerinnen im ersten Fachsemester laut Statistischem Bundesamt mit 36 Prozent so hoch wie nie zuvor. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich in der beruflichen Ausbildung. Auch hier nimmt die Zahl der neu gestarteten Auszubildenden in MINT-Berufen zu, ist jedoch mit 12 Prozent weiterhin niedrig. Die Entwicklung ist also zunächst ermutigend, aber es gibt noch viel zu tun. Für eine diversere Informatik braucht es Initiativen, die früh auf dem Bildungsweg ansetzen und Neugier wecken. Das Ostercamp an der TU Darmstadt, organisiert vom DFKI und dem Fachbereich Informatik, gehört seit einigen Jahren zu eben solchen Angeboten und bietet interessierten Schülerinnen einen solchen Zugang. Es richtet sich an Schülerinnen, die sich für digitale Themen interessieren, Neues ausprobieren möchten und erste Erfahrungen in der Wissenschaft sammeln wollen.

In diesem Jahr nahmen 30 Schülerinnen teil und konnten drei Tage lang an der TU Darmstadt Aspekte der Informatik kennenlernen. Im Zentrum standen praxisorientierte Workshops, in denen sie selbst aktiv werden konnten. Im Workshop „Code in Aktion: Mikrocontroller-Programmierung für Einsteigerinnen!“ beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit echtem Code und Mikrocontrollerboards. Der Workshop „Fake News auf der Spur – Werde zur Nachrichten-Detektivin!“ widmete sich dem Erkennen von Fake News in Nachrichten und Sozialen Medien. Kreativität war im Workshop „Generative Art: Werde zur digitalen Künstlerin“ gefragt, in dem mithilfe des Online-Tools p5.js spielerisch Formen, Farben und sogar Animationen programmiert wurden. Im Workshop „Eine Reise durch die Kryptographie“ lag der Fokus auf der Wissenschaft über die Verschlüsselung von Informationen, während im Workshop „LEGO Roboter – Einführung in die Welt der Robotik“ die Programmierung von kleinen Robotern im Mittelpunkt stand. So erhielten die Schülerinnen einen vielseitigen Einblick in das breite Feld der Informatik und konnten ihre eigenen Ideen einbringen.

Auch außerhalb der Workshops verfolgt das Camp das Ziel, den Schülerinnen Einblicke in das akademische Umfeld zu ermöglichen. Bei einer Campus-Rallye erkundeten die Teilnehmerinnen die Hochschule, lernten die Einrichtungen kennen und gewannen einen ersten Eindruck von studentischem Leben und wissenschaftlicher Arbeitsweise.

Bei der Abschlussveranstaltung konnten die Schülerinnen ihren Eltern zeigen, was sie in der Zeit gelernt und entwickelt hatten. Hier zeigten sich beide Seiten begeistert, was einmal mehr verdeutlicht, dass es durch spannende Angebote gelingen kann, frühzeitig Interesse zu wecken und dadurch hoffentlich langfristig zu einer stärkeren Vielfalt in den MINT-Bereichen beizutragen.

© Benjamin Hättasch/DFKI
Die Schülerinnen konnten Robotersysteme in Aktion erleben.
© Valentina Karapetyan/TU Darmstadt
Kreatives und experimentelles Arbeiten stand im Mittelpunkt der praxisorientierten Workshops.