Publikation

Gesundheit im Zeitalter der Plattformökonomie

Gernot Bahle, Agnes Grünerbl, Paul Lukowicz, Bo Zhou

In: Jens Baas (Hrsg.). Gesundheit im Zeitalter der Plattformökonomie. Kapitel II-6 Seiten 126-135 Medizinisch Wissenschaftliche Vertragsgesellschaft Berlin 4/2022.

Abstrakt

Gesundheit war, ist und wird auch in Zukunft eines der h chsten Güter für die Menschen sein. Lange Zeit war die fachkundige Beobachtung und Erhaltung selbiger ein Privileg, das von wenigen „Eingeweihten“ auf Basis zweifelhaften Wissens ausgeübt wurde. Obwohl im Laufe der Zeit immer mehr Bestrebungen unternommen wurden, Intuitionen und Vermutungen durch Fakten und Verst ndnis zu ersetzen, dauerte es bis Ende des 20. Jahrhunderts, bis die evidenzbasierte Medizin zum globalen Standard wurde. Allerdings sind bis heute sowohl die Erschlie ung der Daten (z. B. die Teilnahme an Studien) als auch die Rezeption der Ergebnisse stark an Experten (z. B.  rzte) und Institutionen (z. B. Kliniken) gebunden. In diesem Beitrag zeigen wir, wie neue Technologien im Bereich der Sensorik und Künstlichen Intelligenz (KI) sowohl Datenerhebung als auch Datennutzung zu jedem einzelnen Menschen hin verschieben k nnen. Die Erfassung von Vitalzeichen wie Puls, Blutdruck, Blutzucker, EKGs, EEGs und auf h herer Ebene psychischer Verfassung, Stress und k rperlicher Belastbarkeit k nnen kontinuierlich und dennoch unter Berücksichtigung der Privatsph re erfolgen. Daraus abgeleitet k nnen pers nliche Risiken diagnostiziert und quantifiziert und die Erhaltung der eigenen Gesundheit auf eine neue Ebene gehoben werden.

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Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence